Der Chef der österreichischen Zentralbank, Martin Kocher, der Mitglied des EZB-Rates ist, weist darauf hin, dass eine anhaltende Aufwertung des Euro eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank erforderlich machen könnte. Obwohl die aktuellen Euro-Gewinne als „moderat” bezeichnet werden und noch keine Maßnahmen rechtfertigen, betont Kocher, dass alle Optionen offen gehalten werden sollten. Er bleibt vorsichtig optimistisch hinsichtlich des Wirtschaftswachstums in der Eurozone und verweist auf die Widerstandsfähigkeit trotz der Wechselkursproblematik, wobei die Inflation derzeit bei 1,9 % liegt und voraussichtlich weiter unter das Ziel von 2 % fallen wird.